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2011

Das INSTITUT FÜR QUALITATIVE FORSCHUNG dient der Förderung, Verbreitung und Weiterentwicklung qualitativer Methoden in Forschung und Lehre durch Information, Dokumentation, Ressourcenbereitstellung sowie Beratung, Weiterbildung und Vernetzung von qualitativ Forschenden. Im Berichtsjahr 2011 wurden diese Tätigkeitsbereiche fortgeführt und weiter ausgebaut.

Tätigkeitsbereich I: Workshops und Methodenberatung, Forschungssupervision

Auf der Basis des seit 2005 bestehenden und bis 2013 laufenden Kooperationsvertrags zwischen dem Center for Survey Design & Methodology des GESIS-Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften und dem INSTITUT FÜR QUALITATIVE FORSCHUNG wurden auch 2011 wieder Workshops zu qualitativer Forschung für GESIS in Mannheim durch das INSTITUT FÜR QUALITATIVE FORSCHUNG bestritten. Angeboten wurden  „Qualitative Interviews“ und „Grounded-Theory-Methodologie“. Die Workshops wurden allesamt sehr positiv evaluiert und das INSTITUT wird auch 2012 wieder in Mannheim vor Ort sein.             
http://www.gesis.org/veranstaltungen/gesis-workshops/

Ferner wurde 2011 ein institutseigenes Workshopprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen Workshops zu „Einführung in die qualitative Sozialforschung“, „Reflexive Grounded-Theory-Methodologie“ und „Qualitative Evaluationsforschung“ stattgefunden haben. Diese Workshops stießen auf großes Interesse und wurden alle sehr positiv von den Teilnehmenden bewertet. Im Jahr 2012 wird das Workshopprogramm weiter ausgebaut.
http://www.qualitative-forschung.de/institut/angebote/Workshops/index.html

Workshops, Methodenberatungen und Forschungssupervisionen werden beim Institut für Qualitative Forschung zudem seit Beginn von Forschungseinrichtungen angefragt. 2011 gehörten dazu u.a die Graduate School der Fakultät Wirtschafts-und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg; die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, Fach Kunst- und Musikpädagogik an der Universität Bielefeld; das Graduiertenkolleg „Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik“ an der Universität Leipzig; die Dresden Leibniz Graduate School, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung; die NRW School of Governance, Universität Duisburg-Essen; das Institut für Public Health, Universitätsklinikum Heidelberg; sowie das Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig. Darüber hinaus wurde ein Workshop an der Johann Wolfgang Goethe-Universität im Rahmen einer Methodentagung und ein Workshop auf dem 1. Schweizer Methodenfestival in Basel abgehalten.

Das sichtbarste Projekt zu Methodenvermittlung des INSTITUTs FÜR QUALITATIVE FORSCHUNG war aber auch 2011 das Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung. Es wurde zum 7. Mal ausgerichtet. Insgesamt wurden 34 Veranstaltungen an zwei Tagen parallel angeboten, und es konnten wieder deutlich über 400 Teilnehmende begrüßt werden. Auf der größten deutschsprachigen Veranstaltung für qualitative Sozialforschung werden in Forschungswerkstätten und Workshops verschiedene Forschungsstile und methodische Vorgehensweisen vermittelt. Das Berliner Methodentreffen wird vom INSTITUT FÜR QUALITATIVE FORSCHUNG gemeinsam mit dem Fachbereich Psychologie und Erziehungswissenschaft sowie dem Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin veranstaltet; externer Partner ist GESIS Mannheim; die Hans-Böckler-Stiftung ist von Beginn an der Hauptförderer.               
http://www.berliner-methodentreffen.de/

Tätigkeitsbereich II: Ressourcen und Netzwerkbildung

Open Access – dem freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen – hat sich das INSTITUT FÜR QUALITATIVE FORSCHUNG durch Herausgabe der dreisprachigen Fachzeitschrift "Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research" (FQS) schon seit 2000 sehr prominent verpflichtet. FQS gilt als eines der renommiertesten Vorzeigeprojekte mit internationaler Breitenwirkung, einem bedeutsamen wissenschaftlichen Beirat und vielen Kooperationen. 2011 sind in drei Schwerpunktausgaben 90 Beiträge erschienen: Insgesamt wurden in FQS bis zum Jahresende 2011 1.440 Beiträge von Autorinnen und Autoren aus aller Welt veröffentlicht.    
 http://www.qualitative-research.net/

Die von Beginn an vom INSTITUT FÜR QUALITATIVE FORSCHUNG als kostenfreies Serviceangebot betriebene Mailingliste Qualitative Sozialforschung (QSF-L) ist mit ca. 1.450 subskribierten Mitgliedern die wichtigste Informations- und Kommunikationsbörse im deutschsprachigen Raum in diesem Feld mit vielen Hundert Mailanfragen, Informationen usw.     
http://www.qualitative-forschung.de/mailingliste/

Mit der NetzWerkstatt bot das INSTITUT FÜR QUALITATIVE FORSCHUNG auch 2011 rund 30 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern eine wichtige Ressource für den standortunabhängigen, dezentralen Austausch im Rahmen Ihrer Promotionsprojekte. Dieses Online-Angebot des INSTITUTs wird unterstützt durch CeDiS vorgehalten.              
http://www.methodenbegleitung.de/

Tätigkeitsbereich III: Forschungs- und Evaluationsstudien

Gemeinsam mit dem Institut für Schulentwicklung der Internationalen Akademie evaluierte das INSTITUT FÜR QUALITATIVE FORSCHUNG von Dezember 2007 bis August 2011 das von der Deutschen Telekom Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung verantwortete Projekt prima(r)forscher. Im September 2011 wurde den Stiftungen ein 158 Seiten umfassender Abschlussbericht vorgelegt, der auf der Webseite der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung zum Download zur Verfügung steht (Download des Berichts).  
http://www.primarforscher.de/