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Jahresbericht 2016

Das Institut für Qualitative Forschung (www.institut.qualitative-forschung.de) besteht seit 1999 und wurde 2005 in die INA Berlin gGmbH aufgenommen (Leitung: Prof. Dr. Günter Mey, Dr. Katja Mruck). Es dient der Förderung, Verbreitung und Weiterentwicklung qualitativer Methoden in Forschung und Lehre durch Information, Dokumentation, Ressourcenbereitstellung sowie Beratung, Weiterbildung und Vernetzung von qualitativ Forschenden.

Für 2016 werden diese Tätigkeitsbereiche (I: Workshops, Methodenberatung, Forschungssupervision; II: Ressourcen und Netzwerkbildung; III: Ausrichtung und Unterstützung von Veranstaltungen und Kongressen) im Folgenden kurz skizziert.

Tätigkeitsbereich I: Workshops, Methodenberatung, Forschungssupervision

Das seit 2011 bestehende institutseigene Workshopprogramm (www.qualitative-forschung.de/institut/termine/archiv/) – "Einführung in die qualitative Sozialforschung", "Reflexive Grounded-Theory-Methodologie", "Qualitative Evaluationsforschung", "Qualitative Inhaltsanalyse", "Qualitative Interviews/Theorie und Praxis", "Konversationsanalyse" und "Systematische Metaphernanalyse"– wurde 2016 um den Workshop "Reflexive GroundedTheory für Fortgeschrittene" erweitert. Zudem wurden auch 2016 auf der Basis des seit 2005 bestehenden Kooperationsvertrages mit GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften vier Angebote (je zweimal "Qualitative Interviews/Theorie und Praxis" und "Grounded-Theory-Methodologie") im Rahmen des GESIS-Workshopprogramms realisiert. Workshops für externe Einrichtungen betrafen 2016 das Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi); das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena; das Forschungskolleg FamiLe der Hochschule Osnabrück; die Graduiertenakademie der Universität Rostock, das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Rostock sowie die AutoUni, MobileLifeCampus Wolfsburg.

Tätigkeitsbereich II: Ressourcen und Netzwerkbildung

Zu Open Access – dem freien Zugang zu aus öffentlichen Mitteln gefördertem wissenschaftlichen Wissen – hat sich das IQF durch Gründung und Herausgabe der Fachzeitschrift Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research (FQS) (www.qualitative-research.net) schon seit 1999 verpflichtet. 2016 wurden 3 Ausgaben mit über 67 Beiträgen veröffentlicht. Insgesamt sind bis Ende 2016 in 53 Schwerpunktausgaben ca. 1.800 Artikel erschienen.

Um Möglichkeiten der unmittelbaren Vernetzung für den deutschsprachigen Raum zu bieten, wird seit 1999 die Mailingliste Qualitative Sozialforschung (QSF-L) (www.qualitative-forschung.de/mailingliste/) betrieben, die mit über 2.200 subskribierten Mitgliedern die wichtigste Informations- und Kommunikationsplattform im deutschsprachigen Raum ist.

Die NetzWerkstatt Qualitativen Arbeitens (www.methodenbegleitung.de) besteht ebenfalls seit 1999. 2016 konnte ca. 15 Nachwuchswissenschaftler/innen eine wichtige Ressource für den standortunabhängigen, dezentralen Austausch im Rahmen ihrer qualitativen Promotionsprojekte angeboten werden.

Tätigkeitsbereich III: Ausrichtung und Unterstützung von Veranstaltungen und Kongressen

Das Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung (www.berliner-methodentreffen.de) wurde 2016 zum 12. Mal ausgerichtet. Mit Plenar- und Foyerveranstaltungen, einer Fachmesse und mit über 40 parallel angebotenen Forschungswerkstätten und Workshops an zwei Tagen ist es mit ca. 500 Teilnehmenden die größte deutschsprachige Veranstaltung zu qualitativer Forschung.

Zukunftsperspektiven

Für die Zukunft erwartet das IQF eine weitere Stabilisierung der Leistungen der INA gGmbH. Kooperative Vereinbarungen mit Universitäten und Hochschulen sind von hervorragender Bedeutung und sollten künftig weiter vorangetrieben werden.