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Symposium 2012: Konjunkturen in der Qualitativen Forschung

Zum Hintergrund: Mit dem Symposium zu den „Konjunkturen (in) der Qualitativen Forschung“ schließen wir an das letztjährige Symposium „All is Data – Qualitative Forschung und ihre Daten“ an, und greifen zudem direkt das Thema der Mittagsvorlesung des 6. Berliner Methodentreffen erneut auf.

Das letztjährige Symposium zum Datenverständnis machte auch deutlich, dass sich qualitative Forschung im Zuge ihrer Ausbreitung deutlich verändert hat (Hinzukommen vieler neuer Verfahren, Abhängigkeit der Daten von technischen Neuerungen; Veränderungen der Diskurse z.B. Mixeds Methods oder dass trotz neuer Vielfalt qualitative Forschung ungeachtet auch unhinterfragte Kontinuitäten aufweist, z.B. Schwerpunkt Interviews). Dabei wurde zudem deutlich, dass auch verschiedene Blicke und Einschätzungen auf diese diversen Entwicklungen vorliegen. Dies gilt auch für die Argumentationslinien von Jo Reichertz in der Mittagsvorlesung, an der sich eine lebendige Diskussion anschloss, die durchaus auch als eine generationale Debatte verstanden werden kann (siehe dazu den Artikel von Reichertz in FQShttp://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1382/2878 und die darauf reagierende Replik http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1383/2880).

Mit dem diesjährigen Symposium zu den Konjunkturen soll nicht nur Thema sein, wie sich qualitative Forschung und ihre Methoden entwickelt haben, sondern der Kontext, in dem sich qualitative Forschung verortet und positioniert – und platziert wird – ausgeleuchtet werden: wer beteiligt sich an der Geschichtsschreibung der qualitativen Forschung, wer setzt Themen und Trends, welche Kanonisierungen lassen sich feststellen und welche Entwicklungen sind denkbar, erwartbar und notwendig/wünschenswert. Eingeflochten in die Frage der Konjunkturen ist ferner, das qualitative Forschung immer auch eine generationale Verhandlung und Aushandlung ist und sich die Frage stellt, in wie weit die Geschichte der qualitativen Forschung sich durch Bezugnahmen, Abgrenzungen, mithin in einer schwierigen Gemengelage aus Schulen- und Traditionsbildung bewegt, an deren Ende Bewegungen zu skizzieren sind, die auf die Frage nach den Zentren und Peripherien qualitativer Forschung verweisen.

Mitwirkende: Uwe Flick, Reiner Keller, Udo Kuckartz, Aglaja Przyborski, Andreas Witzel

Moderation: Günter Mey