header-netzwerk

Konzept

Die NetzWerkstatt will durch aufeinander abgestimmte Informations-, Kommunikations- und Lernangebote Defiziten entgegenwirken, denen Promovend/innen und und Student/innen, die mit qualitativen Methoden arbeiten, oft gegenüberstehen: Wegen geringer Ausstattung fehlen meist kompetente Ansprechpartner/innen an deutschen Universitäten. Sozialwissenschaftliche Zentraleinrichtungen, über die empirisches Material oder methodische Beratung eingeholt werden könnten, sind fast ausschließlich auf quantitative Verfahren spezialisiert. Zugleich ist der Bedarf an qualifizierter Begleitung für qualitative Qualifikationsarbeiten besonders hoch, weil für das Feld der qualitativen Sozialforschung – verglichen mit statistischen Verfahren – wenig standardisierte Routinen des Arbeitens existieren.

An diese Ausgangslage anschließend stellt die NetzWerkstatt für alle Phasen des Forschungsprozesses eine methodische und soziale Einbindung für diejenigen bereit, die in ihren Qualifikationsarbeiten qualitative Methoden verwenden.

Die NetzWerkstatt bietet online und offline (blended learning) Gelegenheit zu Zusammenarbeit, Austausch und Diskussion (Forum, Mailinglisten, Chats, Treffen/Workshops) und methodischer Beratung. So sind über eine webbasierte kooperative Lernplattform (Blackboard) verschiedene Dienstleistungen, Tools und Medien für alle Beteiligten (im Plenum bzw. für die Mitglieder der jeweiligen Arbeitsgruppen) nutzbar.

Die Arbeitsweise innerhalb der Arbeitsgruppen basiert auf einem Peer-to-Peer-Prinzip der gegenseitigen sozialen wie methodischen Unterstützung, in welchem wechselseitiges Geben und Nehmen selbstverständlich und ausgewogen sein sollte.

Konzeptuell basiert der Arbeitsansatz der Arbeitsgruppen auf dem – ursprünglich für Offline-Gruppen entwickelten – Begleitkonzept der Projektwerkstatt Qualitativen Arbeitens, das seit 1994 weiterentwickelt und für die Online-Arbeit angepasst wurde (Mruck & Mey 1998). Eine zusammenfassende Beschreibung des Arbeitens in der NetzWerkstatt geben Mey, Ottmar und Mruck (2006), siehe auch Mruck, Niehoff und Mey (2004).

Die NetzWerkstatt ist an das Institut für Qualitative Forschung angebunden, das weitere Ressourcen bereitstellt, so z.B. die Online-Zeitschrift Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research (FQS) und die Mailingliste Qualitative Sozialforschung (QSF-L).

Angebote im Plenum

Die Angebote des Plenums sind für alle Mitglieder der NetzWerkstatt einsehbar und nutzbar. Hierzu gehören u.a. eine Plattform (mit Mailingliste, Chat, Forum, Kalender, Bibliothek, Linksammlung und "schwarzem Brett"), Informationen über Offline-Treffen sowie die Möglichkeit, in dringenden Fällen (und wenn die benötigten Informationen an anderer Stelle, z.B. in Archiven oder der Online-Bibliothek nicht verfügbar sind), direkte methodische Hilfe anzufordern.

Voraussetzung zur Nutzung dieser Angebote ist die verbindliche Mitarbeit in einer der bestehenden Arbeitsgruppen, also eine Anmeldung für die NetzWerkstatt.

Instrumente der Arbeitsgruppenarbeit

In der NetzWerkstatt organisierte Arbeitsgruppen können neben dem Plenum die folgenden Angebote nutzen:

  • Eine eigene Mailingliste für jede Arbeitsgruppe, in der Absprachen getroffen, Chats vor- und nachbereitet und Themen oder Probleme, die die Gruppe betreffen, bearbeitet werden können sowie eine gegenseitige methodische und soziale Beratung und Unterstützung möglich ist;

  • Offline-Arbeitstreffen (je nach Bedarf);

  • Nutzung der Lernplattform "Blackboard": Jede Arbeitsgruppe hat eine eigene Plattformebene für ihre Zusammenarbeit zur Verfügung – mit Diskussionsforum, "schwarzem Brett", Chatraum und der Möglichkeit zur Speicherung und Archivierung der zu bearbeitenden Texte, sowie für relevante Informationen und Arbeitsgruppenergebnisse (Chatprotokolle, gemeinsame Projekte u.v.m.);

  • Online-Hilfestellung durch die Moderation der NetzWerkstatt

Kosten

Das Angebot der NetzWerkstatt wird ausschließlich über die Mitgliedsbeiträgen finanziert. Sie belaufen sich derzeit auf  20 Euro pro Monat und sind jeweils für ein halbes Jahr im voraus fällig. Bei einem Neueinstieg fällt außerdem eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50 Euro an. Die Beiträge können steuerlich geltend gemacht werden, bei einigen Teilnehmer/innen werden sie auch von Graduiertenschulen, Arbeitgebern usw. getragen.