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<title>Postnatale Depression, Postpartale Depression: Definition</title>
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<table border="0" summary="qrn-Publishing" cellpadding="5" cellspacing="3" width="90%">
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<tr><td width="100%"><img border="0" ALT="FG" src="3-525-46177-1k.gif" width="130" height="92"></td></tr>

<tr><td width="100%"><p class="zit">&nbsp;</p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="zit"><a href="../../publishing/modelle/postpartale_depression/index.php" target="_blank">qualitative-research.net</a></p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="zit">&nbsp;</p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="zit">&nbsp;</p></td></tr>

<tr><td width="100%"><p class="zit"><b><a href="index.htm">Home</a></b></p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="abbco">Definition</p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="zit"><b><a href="pd-buch.htm">Zum Buch</a></b></p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="zit"><b><a href="pd-links.htm">Links</a></b></p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="zit"><b><a href="pd-news.htm">News</a></b></p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="zit"><b><a href="pd-autor.htm">Zur Autorin</a></b></p></td></tr>

<tr><td width="100%"><p class="zit">&nbsp;</p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="zit">&nbsp;</p></td></tr>
<tr><td width="100%"><p class="zit">&nbsp;</p></td></tr>
</table></td>

<td valign="top">
<p class="fqscoanf">Postpartale Depressionen</p>
<p class="fqsco">&#150; ein eigenst&auml;ndiges Krankheitsbild?</p>

<table summary="text" border="0" cellpadding="5" cellspacing="0" width="90%">

<tr>
<td width="100%">
<p class="lit">Postpartale Depressionen, also Depressionen, die nach der Geburt eines Kindes auftreten, sind weder in der ICD-10 noch im DSM-IV als eigenst&auml;ndiges Krankheitsbild aufgef&uuml;hrt. Im DSM-IV existiert eine Zusatzcodierung f&uuml;r depressive St&ouml;rungsbilder "mit postpartalem Beginn", die f&uuml;r den Fall einer innerhalb der ersten vier Wochen nach der Geburt eines Kindes auftretenden Erkrankung vorgesehen ist. Die meisten Autoren sprechen jedoch dar&uuml;ber hinaus auch dann von einer postpartalen Depression, wenn sie bis zu einem Jahr nach einer Entbindung auftritt.</p>

<p class="lit">Einige Forscher verwendeten an Stelle von <i>postpartal</i> (lat. <i>partus</i> Geburt, Entbindung) den Begriff <i>postnatal</i>: letzterer ist allerdings nicht ganz korrekt, da er sich auf das Neugeborene bezieht (lat. <i>natus</i> geboren), die Depression jedoch bei der Mutter auftritt.</p>

<p class="lit">Ob die postpartale Depression (im Folgenden PPD) als eigenst&auml;ndiges Krankheitsbild aufgefasst werden sollte, wird unterschiedlich beurteilt: die meisten Forscher sind nicht dieser Auffassung. Einigkeit herrscht hingegen dar&uuml;ber, dass die PPD ein unterdiagnostiziertes Ph&auml;nomen darstellt: Demzufolge kommt vielen betroffenen Frauen nicht die notwendige Behandlung zu. Zu den m&ouml;glichen Ursachen z&auml;hlt sicher, dass das Thema PPD in der deutschen Psychologie und Medizin &#150; im Gegensatz zum angloamerikanischen Sprachraum &#150; bisher wenig Beachtung gefunden hat, was sich langsam &auml;ndert. Immerhin muss davon ausgegangen werden, dass zwischen 6 und 22% der M&uuml;tter im ersten Lebensjahr des Kindes an depressiven Symptomen leiden. Die Symptome unterscheiden sich nicht von depressiven St&ouml;rungsbildern, die unabh&auml;ngig von der Geburt eines Kindes auftreten. Es kommen allerdings ambivalente, fehlende oder negative Gef&uuml;hle dem Kind gegen&uuml;ber hinzu, die zu Schuldgef&uuml;hlen bei den Frauen f&uuml;hren &#150; was m&ouml;glicherweise ein Grund daf&uuml;r ist, dass viele der Betroffenen keine professionelle Hilfe suchen. Ein anderer Grund mag eine ausgepr&auml;gte Erwartungshaltung seitens der Fachleute sein, dass die Mutter "doch ihr Kind lieben muss", was zu negativen Gef&uuml;hlen der Frau gegen&uuml;ber f&uuml;hrt, die ihr sicher nicht verborgen bleiben. Hier zeigt sich etwas von der gesellschaftlichen Dimension der PPD.</p>

<p class="lit">Die zum Thema vorliegenden Befunde sind insbesondere was &Auml;tiologie und Pathogenese angeht nicht ganz eindeutig. Sicher ist jedoch, dass Frauen, die bereits Depressionen in ihrer Vorgeschichte haben oder famili&auml;r belastet sind, eher eine PPD entwickeln.</p>

<p class="lit">Bisher wurden zum Thema &uuml;berwiegend quantitative Studien durchgef&uuml;hrt. Der Vorteil <i>qualitativer</i> Herangehensweisen ist die M&ouml;glichkeit, das Ph&auml;nomen PPD aus Sicht der Betroffenen zu erforschen und neue Einflussfaktoren zu entdecken, was bei quantitativer Forschung &#150; etwa beim Einsatz vorab erstellter Ratingskalen &#150; nicht in vergleichbarer Weise m&ouml;glich ist.</p>

<p class="lit">Die wichtigsten Ergebnisse der qualitativen Erhebung und eine theoretische Einf&uuml;hrung in das Ph&auml;nomen PPD finden Sie in meinem Buch "Nehmt es weg von mir. Depressionen nach der Geburt eines Kindes", erschienen bei Vandenhoeck &amp; Ruprecht, 2003.</p>
<p>&nbsp;</p>
</td>
</tr>
</table>
</table>

<table summary="text" border="0" cellpadding="5" cellspacing="0" width="90%">
<tr>
<td valign="top" align="center" colspan="2" bgcolor="#CCCCCC">
<p class="zit">© 2003-2004 <a href="http://www.qualitative-forschung.de/publikationen/postpartale-depressionen/index.htm">http://www.qualitative-forschung.de/publikationen/postpartale-depressionen/</a>, Status: 21. M&auml;rz 2004</p></td><td valign="top" align="center"></td>
</tr>

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